Chronik

Dierbach, ca. 6 Km südöstlich von Bad Bergzabern gelegen, wurde im Jahre 1084 erstmals von Papst Clemens III urkundlich erwähnt und erhielt seinen Namen vom gleichnamigen Bach an dem es liegt.

Im Mittelalter wurde das Damwild mit „Dior“ bezeichnet. Im Laufe der Jahrhundertete änderte sich die Schreibweise von Dior zu Dier. Der Ort entstand also an einem Bach an dem das Reh zu Hause ist.

In früheren Zeiten schwankten die Einwohnerzahlen stark. Um 1850 wanderten viele Dierbacher in die USA (Ohio und Pensylvania) sowie nach Brasilien aus. Heute zählt der Ort ca. 580 Einwohner und hat im Dorfkern sein landwirtschaftlich geprägtes Gesicht erhalten. Viele schöne restaurierte Fachwerkhäuser und Gehöfte säumen die mit Weinreben überspannten Strassen.
Am Dorfmittelpunkt, im Schatten der alten Linde, laden Sitzgelegenheiten zum Plausch am dortigen Brunnen ein

Die frühere Landwirtschaft wurde mehr und mehr durch den Weinbau abgelöst. Mit 183 ha Rebfläche ist Dierbach die größte Weinbau betreibende Gemeinde innerhalb der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, der sie seit 1972 angehört. Auf den restlichen Ackerflächen werden vornehmlich Mais und Zuckerrüben angebaut, die auf einem fruchtbaren und kalkhaltigen Lösboden hervorragend gedeien.

Reges Engagement der insgesamt acht Vereine tragen wesentlich zum Kulturleben innerhalb der Gemeinde bei. Der ausgeprägte Gemeinschaftssinn sowie Geselligkeit und Lebenslust zeichnen die Dierbacher aus. So kann man abseits der Hauptverkehrsstrassen, in mitten von Weinbergen gemütlich bei einem guten Glas Wein in einer der Weinstuben, den Tag ausklingen lassen.